Gedenkfeier im Hospiz Meißnerblick für die vom 1. April 26 bis 31. Juli 26 verstorbenen Gäste

Am 11. September 2026 fand eine Gedenkveranstaltung für die im Hospiz Meißnerblick vom 1. April bis 31. Juli 2026 Verstorbenen statt. Hier war Platz für kleine Rituale, für Erinnerungen im Hospiz und einen Austausch über die Zeit nach dem Versterben. Ein im Gemeinschaftsraum ausgebreitetes Herz aus Stoff war mit den jeweiligen Erinnerungsblättern der Verstorbenen sowie einem dazugehörigen „Seelchen“ versehen.

Beim Verlesen der Namen wurde je ein Teelicht entzündet und neben das jeweilige
Erinnerungsblatt gestellt. Es wurde der Verstorbenen gedacht und ihnen gute Wünsche mit
auf den Weg gegeben. Bezirkskantorin Kornelia Kupski gab der Veranstaltung am Klavier einen musikalischen
Rahmen und trug so zur feierlichen Atmosphäre bei.

Trauern bedeute nicht „Loslassen“ – im Gegenteil, trauern heißt „Sich neu verbinden“. Es gelte, die gelebten Verbindungen zu dem verstorbenen Menschen mit allen Facetten in lebensbereichernde Erinnerungen zu verwandeln und den Menschen in seiner Bedeutung für das eigene Leben zu würdigen. Diese Erinnerungen trage man tief im Herzen, die
einem mit dem Verstorbenen neu verbinden. Um der Verstorbenen auf eine besondere Weise zu gedenken, wurden von den Hinterbliebenen Luftballons in den Himmel entlassen. Die pastellfarbenen Luftballons stiegen mit einem Samenblatt, auf dem Wünsche für die Verstorbenen von den An- und Zugehörigen notiert wurden, in die Höhe und flogen weit hinaus in die spätsommerliche Landschaft.

Zum Abschluss kamen Angehörige und Mitarbeitende bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.
Es wurde gelacht, geweint und es wurden viele schöne, aber auch traurige Erlebnisse geteilt.