Rallye für den guten Zweck

Werra Rundschau am 6. Dezember 2025

Eschweger Familie sammelt Spenden für Hospiz auf Tour durch Italien

 

 

Eschwege – Dolce vita mal anders: In acht Tagen auf einer Strecke von 2000 Kilometern vom Ötztal in Österreich bis in den Süden Italiens nach Sizilien – das ist die Rallye „Jupiter’s Flash“. An der abenteuerlichen Fahrt durch die Berglandschaften Norditaliens entlang der von Zypressen gesäumten Straßen der Toskana bis zu den felsigen Mittelmeerküsten Süditaliens hat Familie Menne aus Eschwege teilgenommen. Zusammen mit ihrem Sohn Gregor haben Matthias und Katharina als Team „Nordhessen-Menniaks“ in einem Mercedes-Benz 230 CE aus dem Jahr 1989 die Strecke auf sich genommen – mit dem Ziel, Spenden für das Hospiz Meißnerblick in Eschwege zu sammeln.

Los ging es für Familie Menne zu Beginn der Herbstferien – Sohn Gregor besucht noch die Schule – in Richtung Süden. Am Starttag der Rallye am Samstag, 4. Oktober, sammelten sich die Fahrerinnen und Fahrer der insgesamt 100 Autos im österreichischen Ötztal und starteten von dort los in Richtung Verona in Italien. Alleine der erste der acht Streckenabschnitte war etwa 300 Kilometer lang. „Leider hatten wir kurz nach dem Start eine Panne“, erzählt Matthias Menne. Der ältere Mercedes konnte zwar repariert werden, weil die Mennes aber dadurch Zeit verloren hatten, entschlossen sie sich, für die nächsten Streckenabschnitte auch die Autobahnen zu nutzen, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen – schließlich wollten sie die Zieleinfahrt auf Sizilien nicht verpassen.

Zwar lautet der Ehrenkodex der Rallye: kein GPS, kein Navi und keine Autobahn. Aber: „Bei der Rallye ging es nicht ums Gewinnen“, sagt Katharina Menne-Vogler. Vielmehr sei es darum gegangen, die imposante Landschaft zu genießen und verschiedene Aufgaben aus dem Rallye-Roadbook auf den Streckenabschnitten zu erfüllen. „Eine Aufgabe war zum Beispiel, auf einem Esel sitzend Spaghetti zu essen“, so die Eschwegerin.

Ziel der Rallye durch Italien war es, eine Spendensumme von über 1000 Euro für das Hospiz Meißnerblick in Eschwege zu sammeln. Über die Spenden-Plattform betterplace.org schaffte es Familie Menne schließlich, insgesamt 1225 Euro zu sammeln. Mit der Spende wolle die Familie die wichtige Arbeit des Hospizes unterstützen, so Katharina Menne-Vogler. „Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern, die das möglich gemacht haben“, so Familie Menne. Die Hospiz-Leitung um Geschäftsführerin Brigitte Kiese möchte das gespendete Geld zur Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage für das stationäre Hospiz nutzen.

Weil das Hospiz nur zu einem gewissen Anteil Fördergelder erhält, müssen die restlichen Ausgaben über Spendengelder finanziert werden. „Wir benötigen pro Jahr etwa 100.000 Euro an Spendengeldern“, sagt Brigitte Kiese vom Hospiz Meißnerblick. „Deshalb sind wir froh über jede Spende, die uns erreicht und bedanken uns herzlich bei Familie Menne.“

Die Spendenaktion für eine Photovoltaikanlage für das Hospiz Meißnerblick in Eschwege gibt es unter betterplace.org/de/projects/147237